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Der Schutzdienst stellt einen zentralen Teil der Sport- und v.a. der Diensthundeausbildung dar. Der Hund hat dabei den Schutzdiensthelfer z.B. zu stellen, durch Fassen seine Flucht zu verhindern oder seinen Angriff abzuwehren, ihn zu bewachen und zu transportieren etc.

Im DBVB betreiben wir Schutzdienst je nach Kategorie sowohl mit dem Schutzdienstärmel als auch und vor allem mit dem Vollschutzanzug.

Hutsch vom Hallwilersee; Wurfdatum 01.07.2001, Halter, Urs Moser






"Hutsch vom Hallwilersee"
und Kurt beim "Kampf der Giganten"

Kritiker behaupten, Schutzdienstausbildung führe zu gefährlichen und agressiven Hunden. Diese Kritik ist aus zwei Gründen unzutreffend:
- Einmal kann Schutzdienst als objektbezogenes Spiel zwischen Schutzdienst-helfer und Hund gesehen werden, in welches in spielerischer Weise Belastun-gen wie z.B. drohende Handlungen (Stockbewegungen, Abwehr mit Gegen-ständen etc.) eingebaut werden und zwar stets so, dass der Hund diese Belastungen überwinden kann. Dies führt dazu, dass der Hund generell belastenden Situationen gelassen und ohne Aggressivität begegnet, weil er  gelernt hat, dass er sie überwinden kann.
- Zum andern werden in der Schutzdienstausbildung nicht nur Angriff und Fassen etc. geübt. Vielmehr ist auch das Training von gegenteiligen Verhal-tensweisen unabdingbar wie z.B. das Loslassen, das Nicht-Fassen trotz Provokation oder das sich von einem anziehenden Reiz (Schutzdiensthelfer) Wegbewegen. Schutzdienst enthält immer beide dieser gegenteiligen Verhaltensweisen und kann nur erfolgreich sein, wenn insgesamt eine erhöhte Verhaltenskontrolle über den Hund besteht. Diese Verhaltenskontrolle wird im Schutzdiensttraining geübt und zahlt sich auch im Alltag aus, indem ein trainierter Hund in schwierigen Situationen besser beherrschbar ist als ein untrainierter.